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Autoscheibe bei Hitze straffrei einschlagen ?

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Autoscheibe bei Hitze straffrei einschlagen ?

Beitrag  Admin am Sa 14 Mai - 18:52


Im Zusammenhang mit Hunden, die bei Sommerhitze von unverantwortlichen Besitzern im Auto zurückgelassen werden, werden leider immer wieder irreführende Meldungen veröffentlicht, wonach man "bedenkenlos Autoscheiben einschlagen darf", um einen Hund zu retten....

Damit es in einem solchen Fall nicht zu bösen Überraschungen kommt, wenn sich z.B. herausstellt, dass "keine unmittelbare Lebensgefahr" bestanden hat - was man nicht in jedem Fall beurteilen kann - hier dazu einige Erläuterungen:

Scheibe einschlagen = Sachbeschädigung!
Rein rechtlich ist das Einschlagen einer Autoscheibe eine Sachbeschädigung (§ 303 StGB). Stellt der Eigentümer Strafantrag oder nimmt die Staatsanwaltschaft ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung an, droht Verurteilung oder Strafbefehl. Daher sollte stets abgewogen werden, wie dringend die Rettungsaktion ist und ob es andere, weniger einschneidende Möglichkeiten gibt. 

Es ist aber natürlich auch denkbar, dass das Einschlagen gerechtfertigt ist...

1. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn von einer "mutmaßlichen Einwilligung" des Geschädigten auszugehen ist. Lässt ein Hundebesitzer nämlich sein 'eigentlich geliebtes Tier' aus Gedankenlosigkeit im heißen Auto sitzen, kann durchaus dessen mutmaßliche Einwilligung angenommen werden, zwar das Auto zu beschädigen, dafür aber den Hund zu retten..

2. Es kommt aber auch ein "entschuldigender Notstand" zur Rettung des Tieres in Betracht, der aber zu beweisen wäre. 

-> Stellen Sie fest, dass es dem Hund eigentlich noch recht gut geht (z.B. Auto im Schatten, Hund hechelt zwar, sitzt aber noch), sollten Sie lieber erst die Polizei verständigen. Über eine Halteranfrage kann diese den Fahrer des Wagens ausfindig machen und informieren. Ist der nicht erreichbar, kann die Polizei ggf. mit Hilfe der Feuerwehr den Hund befreien. Auf einem Supermarktparkplatz können Sie auch versuchen, den Fahrer ausrufen zu lassen.

-> Steht aber z.B. das Auto schon längere Zeit in der prallen Sonne, geht es dem Hund erkennbar schlecht oder ist er gar bereits ohnmächtig, sollten Sie mit Rettungsmaßnahmen nicht zögern. Achten Sie aber unbedingt darauf, so wenig Schaden wie möglich anzurichten! Zum Eigenschutz sollten Sie Beweise sichern. Machen Sie Fotos oder ein Video vom Hund, sprechen Sie Umstehende an, die die Umstände bezeugen können und notieren Sie sich Name und Adressen. Nach hoffentlich geglückter Rettung sollten Sie umgehend die Polizei verständigen!

Vorsatz oder Fahrlässigkeit ?
Der leichtfertige Hundehalter kommt natürlich auch nicht einfach so davon. 

-> Wer vorsätzlich seinem Tier Schmerzen oder Qualen zufügt, macht sich nach § 17 Nr. 1 TierSchG strafbar. Wer ein Wirbeltier wider besseren Wissens im Auto zurücklässt, macht sich ebenfalls strafbar, wenn das Tier stirbt oder erhebliche Schmerzen erleidet (Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe). Daneben kann ihm auch ein Verbot der Hundehaltung zeitlich begrenzt oder auch lebenslang drohen (§ 20 TierSchG).

-> In den meisten Fällen wird der Hundebesitzer den Hund aber aus Gedanken-losigkeit zurückgelassen haben. Auch für Fahrlässigkeit drohen Strafanzeige und saftiges Bußgeld bis zu 25.000 Euro (Ordnungswidrigkeit nach § 17 Nr. 1 TierSchG).

-> Ferner werden ihm natürlich die durch die Rettungsaktion von Polizei oder Feuerwehr verursachten Kosten auferlegt.

Mehr zum Thema:
BGB § 90a (Tiere) Irreführung
Hitzeschlag - Symptome/1.Hilfe
Hitze und Hunde vertragen sich nicht mit Tabelle der Hitzeentwicklung im Auto

Ursula M. Weiss
14.05. 2016


 


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