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Epilepsie

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Epilepsie

Beitrag  Admin am So 4 Okt - 16:41

Epilepsie



Was ist Epilepsie?
Ein epileptischer Anfall ist eine Antwort (Reaktion) des Gehirns auf einen störenden, irritierenden oder schädigenden Reiz. Diese Reiz-Antwort geht mit abnormen (elektro-chemischen) Erregungsvorgängen der Nervenzellen im Gehirn einher. Im Wesentlichen kommt es dabei zu einer Art "Gewitter" im Gehirn, bei dem eine große Zahl von Nervenzellen gleichzeitig erregt wird. Es wird dabei aber keine höhere Spannung erzeugt, sondern nur die Aktion gleichzeitig ausgeführt, die dann an den Erfolgsorganen des Körpers (z.B. der Muskulatur) als Verkrampfung oder Zittern ankommt.

Einzelne epileptische Anfälle bedeuten noch nicht Epilepsie. Ein Anfall kann durchaus ein einmaliges Ereignis bleiben. Erst wenn Anfälle immer wieder spontan (unprovoziert) auftreten, spricht man von einer Epilepsie.


Ursachen
Tierärzte unterscheiden die primäre Epilepsie von einer sekundären Epilepsie. 

Die primäre Epilepsie ist eine Erbkrankheit, die gehäuft bei bestimmten Rassen, z.B. beim Golden und Labrador Retriever, dem Collie, Beagle, Boxer, Berner Sennenhund, bei Deutschen Schäferhunden, Cocker Spaniels u.a. vorkommt. Die Nervenzellen sind bei diesen Rassen züchtungsbedingt leichter erregbar, was u.U. zu Krämpfen führt. 

Bei einer sekundären Epilepsie ist eine andere Grunderkrankung die Ursache für die epileptischen Krämpfe. Das können sein z.B. 

  • Hirnhautentzündungen
  • Leber- oder Nierenerkrankungen
  • eine Vergiftung
  • Parasiten
  • Gehirntraumata
  • Sauerstoffmangel bei der Geburt
  • Tumoren
  • Mineralstoffmangel
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes) u.a.

Symptome
Eine Epilepsie äußert sich, unabhängig von ihrer Ursache, durch verschieden starke Krampfanfälle. Bei einigen Hunden deutet sich ein Anfall bereits durch eine Änderung des Verhaltens an: Er ist ängstlich, unruhig, zeigt ungewohnt starken Bewegungsdrang, verkriecht sich oder ist ungewöhnlich anhänglich. Zeigt ein Hund diese sog. „Aura“ vor seinem Anfall, ist es ratsam, schon dann beruhigend auf ihn einzuwirken, denn das kann den folgenden Anfall sehr abschwächen.

Bei einem generalisierten epileptischen Anfall (von Beginn an beide Gehirnhälften betreffend) verliert der Hund meist das Bewusstsein, stürzt schlagartig zu Boden und bleibt auf der Seite liegen. Er streckt die Beine steif von sich, rudert damit und verdreht zumeist die Augen. Der Hund ist nicht ansprechbar, verliert oft unwillkürlich Urin, Kot und speichelt schaumartig.

Aufgrund der Bewusstlosigkeit empfindet der Hund bei einem generalisierten Anfall keine Schmerzen und kann sich hinterher an nichts erinnern. 
Das Anfallsgeschehen ist in der Regel nur für Außenstehende schwer zu ertragen, aber nicht für den Hund selbst.

Nach einem Grand-Mal-Anfall braucht der Hund eine längere Erholungsphase.

Kurze, partielle epileptische Anfälle finden nur in einem Teilbereich des Gehirns statt. Dabei zucken, zittern oder krampfen häufig nur einzelne Muskelregionen - oftmals im Gesicht. Dies ist manchmal durch den Besitzer schwer erkennbar.
Es gibt aber auch etwas komplexere Formen partieller Anfälle. Dann zeigt der Hund z.B. Verhaltensänderungen wie Angst oder Halluzinationen: er starrt in die Luft, schnappt nach imaginären Fliegen, beißt seinen Schwanz, läuft im Kreis, der Rücken kann sich biegen, der Kopf wird geschüttelt, die Kiefer schlagen aufeinander oder einzelne Gliedmaßen krampfen (auch im Stehen).

Bei diesen partiellen Anfällen bleibt der Hund bei Bewusstsein, kann danach aber kurzzeitig Anzeichen leichter Verwirrung zeigen, die jedoch schnell vergeht. Auch Ruhebedürfnis besteht hier meist nicht; der Hund macht mit dem weiter, was er zuvor getan hat.

Die meisten epileptischen Anfälle dauern nur einige Minuten, ein großer Anfall (Grand Mal) kann aber ca. 30-60 Minuten dauern.

Ob und wie lange ein erhöhtes Ruhebedürfnis nach einem Anfall besteht, hängt von Schwere und Dauer des Anfalls ab. So ist der Hund nach einem Grand-Mal-Anfall total entkräftet und muss sich längere Zeit erholen.


Therapie
In vielen Fällen kann sekundäre Epilepsie durch entsprechende Beseitigung der Ursachen gemildert, teils auch beseitigt werden. Deshalb zielt die Behandlung des Tierarztes auf die Beseitigung der Ursachen. Sind diese beseitigt, können die Anfälle aufhören.

Aber auch zur Behandlung der primären Epilepsie stehen dem Tierarzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt Medikamente, die extra zur Behandlung von Hunden und Katzen hergestellt und vielfach erprobt wurden. Die Anfälle können damit unterdrückt und ein weitgehend symptomfreies Leben wiederhergestellt werden. 
In der Regel wird durch medikamentöse Behandlung (je nach Stärke und Häufigkeit der Anfälle) in ca. 40% der Fälle eine völlige Symptomfreiheit und in weiteren 40% eine deutliche Minderung von Anzahl und Stärke der Anfälle erreicht. 


Unterstützende Massnahmen

  • Stressoren - reduzieren Sie Rudelstress, körperliche und geistige Überforderung, hektische Umgebung, ständig wechselnde Lebensumstände, hohen Lärmpegel
  • Ruhe - gönnen Sie Ihrem Hund mehr Ruhephasen und sorgen Sie für ausreichend Schlaf (Hunde sind Schlaftiere) siehe: Wieviel Schlaf braucht der Hund
  • Ernährung - achten Sie auf sein Gewicht und gesunde Ernährung, vermeiden Sie Fettüberversorgung
  • Umweltschäden, Chemikalien - vermeiden Sie Leberbelastungen durch Vergiftungen (z.B. Schokolade), Weichspüler in der Wäsche, chem. Antifloh-/ Antizeckenpräparate, Wurmkuren etc.

Vorsicht!!!
Man sollte einen krampfenden Hund möglichst NICHT festhalten, da seine Reaktionen während des epileptischen Anfalls nicht einschätzbar sind. Auch Griffe in oder an das Maul (wenn der Hund sich die Zunge im Krampf z.B. blutig beißt) sind zu vermeiden. Beruhigendes Handauflegen weiter ab vom Maul, ggf. Mithilfe von Handschuhen oder um den Hund gewickelter Decke sowie langsam mit beruhigender Stimme gesprochene Worte helfen aber sehr, den Anfall zu verkürzen.
Entfernen sie spitze oder scharfkantige Gegenstände aus der Umgebung des Hundes!

Sollten die Anfälle länger als 5 Min. dauern (ab 30 Min. Gefahr eines "Status Epilepticus"!) oder mehrere Anfälle hintereinander stattfinden, ohne dass der Hund zwischendurch das Bewusstsein wiedererlangt, liegt eine lebensbedrohliche Notfallsituation vor!
Dann ist schnellstmögliches Eingreifen eines Tierarztes erforderlich!

 
Auswirkungen auf das Gehirn !?
Immer wieder hört oder liest man, dass bei jedem epileptischen Anfall mehr und mehr Gehirnzellen absterben. Das ist nicht der Fall!
Würde Epilepsie generell Gehirnzellen zerstören, wären 80% der Epileptiker unter uns geistig behindert. Die meisten leben aber ganz normal, arbeiten, haben Familie und fahren Auto. 
Kurze, partielle (herdförmige) Anfälle verursachen KEINE organischen Schäden am Gehirn. 

Zeigen Epileptiker psychische Auffälligkeiten, so sind diese in der Regel nicht auf die Epilepsie als solche, sondern im Falle der angeborene primären Epilepsie (ca. 20 %) auf die ihr zugrunde liegende Hirnstörung zurückzuführen.

Wenn allerdings ein Grosser Anfall 30 Minuten und länger dauert, wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns oder einzelner Regionen eingeschränkt. Dieser sog. "Status Epilepticus" ist gefährlich, weil dabei Neuronen absterben können. Allerdings auch nicht sofort. Aber unter moderner medikamentöser Therapie sind solche "Grand Mals" glücklicherweise selten geworden.


Prognose
Abhängig von ihrer Ursache ist die sekundäre Epilepsie grundsätzlich heilbar, wenn die Ursache geheilt werden kann. Die (tier)ärztliche Behandlung richtet sich in diesem Fall auch nach der Ursache.

Aber auch eine primäre Epilepsie bedeutet nicht das Ende. Ein Hund kann, wenn er gut mit Medikamenten eingestellt ist, sehr gut damit leben, wie Menschen auch.
Kann eine andauernde Anfallsfreiheit erreicht werden, so steht bei lebenslanger, gewissenhafter Therapie einem glücklichen Hundeleben nichts im Wege.


Ursula M. Weiss
04.10. 2015


 


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