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Aktivkohle (Ultracarbon)

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Aktivkohle (Ultracarbon)

Beitrag  Admin am So 16 Aug - 17:08


Solltet ihr einmal den Verdacht haben, dass euer Hund etwas Giftiges aufgenommen hat, empfehle ich Aktivkohle Ultracarbon (Carbo medicinalis, Carbo activatus, Carbo adsorbens, absorbierende Kohle) 

Aktivkohle weist eine enorm große Adsorptionsfläche auf und kann dadurch die meisten Arzneimittel sowie pflanzliche und tierische Gifte hervorragend binden, solange das Verhältnis Aktivkohle zu Gift 10:1 übersteigt !!!

Nach dem Prinzip Adsorption und Elimination vor Resorption bindet sie das Gift und wird im Magen-Darm-Trakt auch selbst nicht resorbiert. Dadurch verhindert Aktivkohle nicht nur die Resorption der Giftstoffe, sondern beschleunigt auch deren Elimination. Die gebundenen Toxine werden einfach mit dem Stuhl ausgeschieden. Aktivkohle selbst ist dabei weitgehend frei von Nebenwirkungen. Nur bei mehreren deutlich überhöhten Gaben hintereinander kann es zu Verstopfung bis zum Darmverschluss kommen; die naturgemäße Schwarzfärbung des Stuhls ist völlig unbedenklich.

Bei den allermeisten Vergiftungen kann durch die Gabe von Aktivkohle wertvolle Zeit gewonnen werden, bis man den Tierarzt erreicht.

Falls Unklarheit darüber besteht, ob der Hund tatsächlich Gift oder eher einen Fremdkörper aufgenommen hat:
Aktivkohle beeinträchtigt NICHT die Darstellung eines eventuellen Fremdkörpers im Röntgenbild und kann somit im Zweifelsfall trotz allem vorsorglich verabreicht werden. Außerdem wird jeder Radiologe bestätigen, dass nicht alle Arten von Fremdkörpern im Röntgen zweifelsfrei darstellbar sind. Knochen, Steine und metallische Gegenstände sind z.B. gut zu sehen, Kunststoffteile nicht so gut bis gar nicht.

Ultracarbon ist rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Die Anschaffung ist kein großer finanzieller Aufwand, und die tatsächliche Haltbarkeit reicht weit über den auf der Packung vorschriftsmäßig angegebenen Zeitpunkt hinaus.

Besonders einfach in der Anwendung sind Granulate, aus denen leicht und schnell eine gebrauchsfertige Suspension hergestellt werden kann. Diese wird direkt in der Flasche nach Zugabe von Wasser (oder Saft) durch Schütteln gebrauchsfertig gemacht. 
Wer sich leichter damit tut, kann selbstverständlich auch Kohletabletten geben. In der Wirkungsgeschwindigkeit ist dabei allerdings die Suspension den Tabletten deutlich überlegen (und der Faktor Zeit ist bei akuten Vergiftungen nun mal wesentlich) !!

Dosierung
Allgemein wird empfohlen: ~ 1g Aktivkohle /kg Körpergewicht.
Da erst bei mehreren deutlichen Überdosierungen hintereinander mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollte man im Zweifelsfall lieber etwas mehr als zu wenig in den Hund kippen. Die Präparate enthalten je 50 g Kohle. 1/2 Flasche Suspension reicht somit für einen ca. 25 kg Hund.

Kontraindikationen
Grundsätzlich werden Mineralsäuren und Laugen kaum, Eisen- und Lithiumsalze sowie Cyanide nur schlecht an Aktivkohle gebunden. Alkohole und Lösungsmittel werden ebenfalls nur unzureichend adsorbiert. 

Aktivkohle soll daher nicht gegeben werden bei Vergiftungen durch Säuren oder Laugen, Frostschutzmittel, Lösungsmittel Alkohole usw., und zwar nicht nur, weil sie in diesen Fällen kaum wirkt, sondern auch, weil dadurch eventuell notwendige endoskopische Untersuchungen (Ösophagoskopie, Gastroskopie) beeinträchtigt werden.

Nicht anzuwenden sind Suspension oder Tabletten auch, wenn das Tier nicht sicher schlucken kann aufgrund von Bewusstseinsstörungen oder gar völliger Bewusstlosigkeit. Teile der verabreichten Präparate können dabei in die Lunge gelangen und eine s.g. Aspirationspneumonie verursachen.

Weiterführende Lektüre siehe Vergiftungen und Giftköder.

Ursula M. Weiss
12.07.2015


 


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